Hier finden Sie Fakten über Helen Tschuppert. Helen Tschuppert begann ihre Karriere als Pädagogin und wechselte ins Management und zum Managementtraining. Helen Tschuppert schulte im Laufe der Jahre viele Leute zum Thema zwischenmenschliche Beziehungen.
Helen Tschuppert legt großen Wert auf Gesundheit und Wellness in einem Managerdasein. Helen Tschuppert übt neben ihren Führungsfunktionen mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten im sozialen Bereich aus. Geschäftsführung der TCM Tschuppert AG: Helen Tschuppert. Geschäftsleiterin der Exapo GmbH: Helen Tschuppert. Lesen Sie mehr unter tschuppert.info und tschuppert.net. Artikel 1 2 3 4 5 6 Messetraining

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Helen Tschupperts 1. August-Rede in Rotkreuz

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Anwesende

Ich möchte Sie zur heutigen 1.August-Feier herzlich begrüssen. Es ist mir eine Ehre, dass ich in Risch-Rotkreuz diese 1. August-Ansprache halten darf. Wie Sie gehört haben, bin ich keine Politikerin, sondern bin Mitinhaberin der Firma TCM Tschuppert AG, einer Seminarfirma, und der TYCOONWEB GmbH, beide mit Sitz in Risch. Da unsere Firmen erst seit kurzem in Rotkreuz tätig sind, sind mir die örtlichen Verhältnisse von Risch/Rotkreuz zuwenig bekannt, um Ihnen irgendwelche Vorkommnisse der Gemeinde zu erzählen.

Als ich mir überlegte, was ich zu diesem Nationalfeiertag sagen sollte, kam mir die Idee, ich könnte Schweizerinnen und Schweizer fragen, was sie an einem solchen Tag gern hören würden. Ich machte also an unserem Ferienort Grindelwald eine kleine Marketing-Umfrage. Ich stellte folgende Fragen:

1. Haben Sie sich je eine 1.August-Rede angehört? Wenn ja, was hat Ihnen gefallen, was hat Ihnen nicht gefallen?
Wenn nein, was hat Sie davon abgehalten?

2. Wenn Sie sich eine 1. August-Rede anhören würden, was möchten Sie gern hören?

3. Wenn Sie eine 1. August-Rede halten müssten, was möchten Sie Ihren Mitbürgern sagen?

Es war hochinteressant, was hier alles gesagt wurde. Zur 1. Frage musste ich feststellen, dass ¾ der Befragten sich schon gar keine 1. August-Rede anhören, weil sie es langweilig finden oder sagen: leere Versprechungen, schöne Worte.
Das werde ich also heute nicht bringen.

Zur zweiten Frage, also was man gern hören würde: etwas über die Zukunft der Schweiz, aber keine leeren Versprechungen, etwas Aktuelles, aber auf witzige Art.

Zur dritten Frage, also was man gerne mitteilen würde: darauf möchte ich nun gerne näher eingehen.

Als ich letzte Woche mit meinem Mann zusammen eine Wanderung auf das Faulhorn gemacht hatte und dort oben die herrliche Aussicht genoss, machte ich mir ein paar Gedanken zur Schweiz im allgemeinen und zu den Schweizern im Besonderen, in den Anfangszeiten und jetzt. Heute beobachten wir oft, dass es viele Schweizerinnen und Schweizer gibt, die sich nichts trauen; sie halten krampfhaft am Alten fest; es geht oft sehr lange, bis sie für etwas Neues offen werden. Die Schweizer machen im grossen Ganzen einen etwas bünzlihaften, kleinkarierten Eindruck. Woher kommt das? Waren schon die ersten Schweizer so? Die drei ersten Eidgenossen, die auf dem Rütli einen Bund schlossen gegen die Fremdherrschaft waren ganz sicher Männer der Tat. Sie warteten nicht einfach darauf, dass sich etwas ändert, sondern taten es selbst.
Es waren Pioniere. Sie mussten auch gross denken, sich vorstellen, wie das Leben im Land anders aussehen könnte und dann die nötigen Schritte unternehmen. Sie mussten Optimisten sein, denn Zitat:„Optimisten haben einfach mehr Erfolg, denn sie sehen die Dinge so, wie sie sie haben möchten.“
Wenn diese Männer nicht diese Einstellung gehabt hätten, gäbe es die Schweiz wahrscheinlich nicht.
Dies ist deshalb eines der Dinge, auf die wir uns zurückbesinnen müssen: „Meist hindert uns die Schwerkraft unserer Gewohnheiten daran, uns auf das zuzubewegen, was wir wirklich wollen.“ Wenn wir zu sehr am Alten hängen, dann erreichen wir unsere Ziele nicht.

Die Schweiz hat einiges zu bieten. Wir haben die besten Ressourcen an qualitativ hochstehenden Arbeitskräften, wir sind ein attraktiver Standort für Spitzenprodukte, wir haben fantastische Landschaften und viele willige Leute, die etwas unternehmen wollen, wir sind ein Steuerparadies, haben eine stabile Währung, ein gutes Schulwesen, eine tiefe Arbeitslosigkeit, Arbeitsfrieden.
Natürlich gibt es auch Probleme, die zu bewältigen sind, aber ein kluger Mann hat gesagt „Wohin wir auch blicken auf dieser Welt, überall entwickeln sich die Chancen aus den Problemen.“ Chancen gibt es immer und überall, aber man muss sie ergreifen. „Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, aber er legt sie ihm nicht ins Nest.“ Man muss selber etwas dazu beitragn. Man darf nicht einfach dastehen und kritisieren. Kritik ohne Lösungsvorschläge ist nicht in Ordnung. Wer kritisiert, muss etwas Besseres vorschlagen. Und „Chancen kommen einem nicht entgegen, man muss sie suchen und beim Schopf packen.“ „Alles Grosse in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss“.

Es gibt noch eine weitere Sache, die mir zu denken gab: Es gibt ein Naturgesetz, dass alles was nicht wächst, stirbt. Beispiel: Baum, Körper etc. Auch die Wirtschaft oder ein Volk, eine Gemeinde, ein Kanton, ein Land ist diesem Gesetz unterworfen. Solange wir am Expandieren sind, wachsen wir. Aber wie kann man denn in der Schweiz noch wachsen? Die Grenzen sind doch gesteckt! Man kann auch qualitativ wachsen. Es gibt Umweltsachen zum verbessern, Verschönerungen, die man vornehmen kann, neue Ideen, die kreiert werden müssen, wie z.B. einen Ersatz für Erdöl zu finden, und nicht zu vergessen, ein qualitativ besserer Umgang mit andern, Schweizern und Ausländern.

Bei meinen Umfragen war eines der hauptsächlichsten Anliegen, dass man freundlicher miteinander umgehen solle und aufeinander eingehen solle. Dass man zusammenarbeiten und miteinander reden sollte. Nun, das ist vielleicht eines der Hauptprobleme im Schweizer Alltag. Wenn wir einander mit Sympathie begegnen und dann auch wirklich zuhören, was das Gegenüber vorbringt, dann wird auch die gegenseitige Übereinstimmung steigen und das Verstehen grösser. „Verstehen ist ohne Wohlwollen unmöglich“ habe ich neulich in einem Buch für Profis gelesen. Und dies ist etwas, woran jeder beteiligt ist. Es geht nicht, dass man sagt, „die sollen doch etwas tun“. Wer sind denn „die“? Sind es die in Bern, oder die im Kanton oder die in der Gemeinde? Es sind wir alle, jeder Einzelne. Was genau können wir tun? Man könnte zum Beispiel den Wirtschaftsstandort Risch/Rotkreuz besser vertreten, andere dafür interessieren. Beispiel: mein Mann... Es gibt aber nicht nur Geschäftsdomizile zu verkaufen, sondern wir haben auch ein Hotel- und Gastronomie-Gewerbe. Es gibt hier gute Hotels, gute Restaurants. Aber gerade hier gilt es zu beachten. „Freundlichkeit ist die grösste aller ungenutzten Kapitalreserven.“ „Höflichkeit ist wie ein Luftkissen; es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stösse des Lebens“. Gerade hier in unserer Gemeinde, wo viele Firmen arbeiten, bei denen viele Tagesgäste aus aller Welt zu Besuch kommen, wäre es ein sehr gutes Motto, mehr Freundlichkeit und Höflichkeit an den Tag zu legen. Ein Motto für jeden Einzelnen.

Seien wir stolz darauf, Schweizer zu sein und seien wir offen für diese qualitative Expansion. Patriotismus hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern beinhaltet Offenheit und Toleranz andern gegenüber, Freundlichkeit und Höflichkeit.

Der Nationalfeiertag ist nicht einfach nur der Geburtstag der Schweiz. Wir alle sind Jubilare. Ein Jubilar macht sich Gedanken über die Zukunft. Wir gestalten diese Zukunft selbst. Wie ein Philosoph sagte: „Einem Menschen geht es in dem Masse gut, wie er Träume und Ziele hat. Sie sind sein Einsatz in die Zukunft.“ Dies gilt nicht nur für einen Menschen, sondern ebenso für eine Gruppe von Menschen, wie eine Gemeinde, einen Kanton oder ein Land. Wenn wir uns eine fantastische Zukunft vorstellen und dann auch unser Bestes tun, um sie zu verwirklichen, werden unsere Visionen Wirklichkeit.

Ich möchte mit einem Zitat von Konrad Adenauer schliessen: „Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Helen Tschuppert

Bruno Tschuppert

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